8. Marz 1899 Geboren in Haidju, Korea
1905 Eintritt in die traditionelle, alte Dorfschule ‘Seodang’
1910 - 1914 Besuch der Haidju-Volksschule
1911 Eheschließung mit Mun-Ho Choe
1914 Besuch der ‘Neuen Schule’ (Unterbrechung wegen Krankheit)
1914 - 1916 Lehrkursus durch Fernunterricht
1917 Geburt des Sohnes, Myung-Gi
1919 Geburt der Tochter, Myung-Ju
1917 - 1919 Eintritt in die Kyungsung Medizinische Hochschule;
Beginn des Medizin?Studiums in Seoul
1919 Teilnahme an einer Demonstration gegen die japanische Unterdrückung
Flucht über den ‘Yalu’ nach Schanghai
1919 - 1920 Hilfskraft für die koreanische Exil-Regierung in Schanghai
Vorbereitung der Reise nach Deutschland
1920 Ankunft im Benediktiner-Kloster (Munsterschwarzach)
Vorbereitung auf die Immatrikulation an der Uni. Wurzburg;
Erlernen der deutschen Sprache
1921 Eintritt in die Universität Würzburg (Medizinische Fakultät)
1922 Unterbrechung des Studiums aus gesundheitlichen Grunden
1923 Wechsel des Studienortes von Würzburg nach Heidelberg;
erneute Unterbrechung des Studiums
1925 Wechsel des Studienortes nach München (Hauptfach: Zoologie)
1928 Promotion an der Universität München in Zoologie
Dissertationsthema: Regulative Erscheinungen bei der
Planarienregeneration unter anormalen Bedingungen
1928 - 1930 Erteilen von Kalligraphie-Unterricht in München
1931 Umzug zu seinem Gönner Professor Seyler
Erste Veröffentlichung bei der Zeitschrift ‘Dame': Nachts in einer
koreanischen Gasse
Beginn schriftstellerischer Tätigkeit
1943 Gründung des Schriftsteller-Kreises ‘Montags?Kolloquium' in
Gräfelfing bei Munchen
1946 Erscheinen des autographischen Romans Der Yalu fließt
beim Piper-Verlag in Munchen
1948 - 1950 Lektor für die ostasiatische Kultur (Sinologie, Koreanistik usw.)
im Ostasiatischen Institut an der Universität München
20. Marz 1950 Tod. Beisetzung auf dem Friedhof in Gräfelfing
Chronik von Dr. Mirok Lis Leben
1963 Preisverleihung für die Vaterlandsliebe vom Staatspräsidenten
26. Dez, 1990 Verleihung des Patriotenpreises : Nr.2019



Deutschland
● Zeit: 12. – 16. März 1999 (Freitag – Dienstag), 10:00 – 17:00 Uhr
● Ort: Goethe–Forum im Goethe–Institut
Dachauer Str. 122, 80335 München
Korea
● Zeit: 20. – 25. März 1999 (Samstag – Donnerstag), 10:00 – 17:00 Uhr
● Ort: Ausstellungsraum in der Koreanischen Nationalbibliothek
(Banpo–Dong, Seoul), Tel. (02)–535–4142


In diesem März haben wir einen besonderen Anlaß, uns den großen Sohn Koreas, Dr. Mirok Li, zu seinem 100.
Geburtstag ins Gedächtnis zurückzurufen.
Bei dieser Gelegenheit werden wir eine interessante Veranstaltung sowohl in Deutschland als auch in Korea
durchführen, und zwar die Ausstellung der Zeugnisse aus seinem Leben, Fotos und Dokumentationen. Zwei
Vorträge über diesen bedeutenden koreanischen Autor, der in deutscher Sprache schrieb, werden die Ausstellung
begleiten.
Als Mensch und Schriftsteller gleichermaßen von seinen Freunden und Lesern verehrt, war er dank seiner
seltenen menschlichen und intellektuellen Bedeutung in besonderem Maße berufen, bei der Verständigung
zwischen seiner koreanischen Heimat und seiner westlichen Wahlheimat mitzuwirken. Seine Lebensaufgabe sah er
in der Förderung der geistigen Beziehungen zwischen Deutschland und Ostasien. Dadurch ist es verständlich, daß
Mirok Li in seinen Beschreibungen nicht die Kluft zwischen Ost und West zu vergrößern, sondern zu verringern
versuchte und, wie es Professor Karl Stocker mit Recht behauptete, in der “ästhetischen Mitteilung, der
volksverbindenden Botschaft, dem menschlichen und persönlichen Vermächtnis” zum Kulturvermittler wurde. Es
wurde ihm noch die Freude zuteil, aus allen Teilen Deutschlands ein wahrhaft beglückendes Echo auf sein erstes
Buch Der Yalu fließt zu hören, dessen zweiter Teil von seinen Lesern ungeduldig erwartet wurde. Diese Fortsetzung
wurde zwar geschrieben, aber aus uns unverständlichen Gründen läßt sich das Manuskript nicht mehr finden.
Schon in seinem 51. Lebensjahr, am 20. März 1950, starb Mirok Li. Auf dem Friedhof in Gräfelfing bei München
fand er seine letzte Ruhestätte.
Aber was sich in Mirok Li verkörperte, wirkt immer weiter. Noch heute, fast fünfzig Jahre nach seinem Tod sind
sein Rang und die literarische Bedeutung seines Buches Der Yalu fließt unbestritten. Der Monat März erinnert
sowohl an seine Geburt als auch an seinen Tod. Es ist aber auch der Monat, in dem er sich vor 80 Jahren als
junger Medizin-Student für die Unabhängigkeit Koreas von japanischer Unterdrückung einsetzte, weshalb er nach
Deutschland fliehen mußte.
In diesem Jahr stehen wir gesenkten Hauptes vor seinem Grabmal und denken in Anerkennung an den
Verstorbenen zurück.
Es würde uns sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen könnten, zu dieser Veranstaltung zu kommen.
Seoul, März 1999
Prof. Dr. Kyu-Hwa Chung
Veranstalter der Gedächtnis-Ausstellung
zum 100. Geburtstag von Dr. Mirok Li
Grußwort

=======================================================================

9
주 요 논 문 Untersuchungen über Mirok Li
● Chung, Kyu–Hwa: Begegnung eines asiatischen Schriftstellers mit der westlichen Welt.
In: Bikyomunhak (Vergleichende Literatrur). Nr. 16. Seoul 1991, S. 47–68.
정규화: 아시아 작가와 서양세계와의 만남. 비교문학, 제 16 집. 서울, 1991, 47–68 쪽.
● Chung, Kyu–Hwa: Leben und Werk Mirok Lis.
In: Sungshin Yeungunonmunzip (Sungshin-Abhandlungen). Nr. 32.
Seoul 1992, S. 117–132.
정규화: 이미륵의 생애와 문학. 성신연구논문집, 제 32 집. 서울, 1992, 117–132 쪽.
● Chung, Kyu–Hwa: Mirok Li. Ein koreanisches Literatenschicksal in Bayern.
In: Kurt Franz und Horst Pointner (Hrsg.): Interkulturalität und Deutschunterricht.
Festschrift für Karl Stocker. Neuried: ars una 1994, S. 39–46.
정규화: 이미륵, 바이에른에서 활동한 한국작가의 운명. 쿠르트 프란츠 / 호르스트
포인트너 (편찬인): 상호문화성과 독일어수업. 카알 슈토커 교수 정년퇴임 논문집.
노이리트 (아르스 우나), 1994, 39–46 쪽.
● Chung, Kyu–Hwa: Mirok Li als Schriftsteller.
In: Korean Studies. ‘Institute of Korean Studies’ an der Korea Universität.
Seoul 1998. 〔im Druck〕
정규화: 이미륵. 작가론. 한국학연구. 고려대학교 한국학연구소. 서울, 1998 (근간)
● Huwe, Albrecht: Leben und Werk Mirok Lis. In: Koreana. Bonn 1997.
후베, 알브레히트: 이미륵의 생애와 작품. 코레아나. 본, 1997.
● Leifer, Walter: Mirok Li – Vermittler zwischen zwei Welten. Ein Koreaner als
deutscher Schriftsteller.
In: Im Gespräch. I. Vierteljahr, 1/1986. Melle 1986.
라이퍼, 발터: 이미륵. 두 세계의 중재자. 독일작가로서의 한국인. 임 게슈프레히. 멜레, 1986.
● Leifer, Walter: Mirok Li – Vermittler zwischen Ost und West.
In: Deutsche Literatur und Modernität. Festschrift für Prof. Dr. Kyu–Hwa Chung
zu seinem 60. Geburtstag. Seoul: Bumwoo 1996, S. 655–677.
라이퍼, 발터: 이미륵 – 동양과 서양간의 중재자. 독문학과 현대성. 갈전 정규화 교수
화갑기념 논문집. 서울: 범우사, 1996, 655–677 쪽.
● Schumacher, Stefanie: Asia and western world views in the literature of Mirok Li.
A cultural mediator between Korea and Germany. International Graduate
School. Magisterarbeit. Yonsei University, Seoul 1990.
슈마허, 슈테파니: 이미륵의 문학에 나타난 아시아 및 서양세계관.
한국과 독일간의 문화중재자. 연세대학교 국제대학원, 석사논문. 서울, 1990.
● Souessi, Karim El: Kulturbegegnung/Kulturkonflikt. Das Leben und das deutschsprachige Werk
des Koreaners Mirok Li. Magisterarbeit. Universität München, München 1995.
수에시, 카림 엘: 문화간의 만남/문화간의 갈등. 한국작가 이미륵의 생애와 독문 작품. 뮌헨대학교,
석사논문, 뮌헨, 1995.
● Stocker, Karl: Ein kultureller Mittler zwischen Fernost und Europa: Mirok Li.
In: Dogilmunhak (Deutsche Literatur). Nr. 40. Seoul 1988, S. 408–440.
슈토커, 카알: 이미륵. 극동과 유럽간의 문화중재자. 독일문학. 제 40 집. 서울, 1988,
408–440 쪽.

=====================================================
my profile image

032-815-1950
010-2228-1470
인천광역시 남동구 고잔동 670-6 E-mail : master@mirokli.com

검색 검색
대상을 찾을 수 없습니다.
powered by zbXE